Erklär-Animation: Ein komplexes Gesellschaftsthema kreativ zugänglich machen

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Kund:in

TU Berlin

Die TU Berlin befindet sich mitten in einem Kulturwandel. Ergänzend zu bestehenden Gleichstellungsprojekten sollte ein Erklärvideo das Thema Unconscious Bias zugänglich machen. Die zentrale kreative Frage: Wie macht man sichtbar, was für die meisten unsichtbar ist? Kognitive Verzerrungen beeinflussen unsere Wahrnehmung und Entscheidungen ständig – meist ohne dass wir es bemerken. Ziel war es, ein komplexes gesellschaftliches Thema verständlich, nahbar und visuell erfahrbar zu erzählen, ohne zu vereinfachen oder zu belehren.



Leistungen

  • Konzeption
  • Storytelling
  • Text & Storyboard
  • Illustration & Animation — diversitätsbewusst
  • Sound Design
  • Barrierefreie Gestaltung (Untertitel, gendersensible Sprache)


Challenge

Wir beginnen nicht mit Definitionen, sondern mit Fragen. Fragen, die jede:r kennt: Wer kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an eine Führungskraft denken? Oder an einen Ingenieur? Dieser Einstieg macht eigene Denkmuster unmittelbar erfahrbar – er erzeugt Nähe statt Distanz, Selbstreflexion statt Belehrung.

Schritt für Schritt übersetzt der Film komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge in konkrete Alltagssituationen: Gender Bias in Bewerbungsprozessen, intersektionale Perspektiven im Hochschulalltag, anti-chinesische Ressentiments als Beispiel struktureller Diskriminierung. Jede Sequenz öffnet neue Perspektiven, ohne mit dem Finger zu zeigen.

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Illustration einer asiatischen Frau, welche viele geometrische Formen in ihren Händen balanciert

Visuelle Umsetzung

Der Animations- und Illustrationsstil wurde konsequent diversitätsbewusst entwickelt – neben gendersensibler Sprache, Untertiteln und barrierefreier Gestaltung wurde sich mit der Reproduktion von Stereotypen in den Illustrationen auseinandergesetzt. Die simplen Formen sind sowohl minimalistisch als auch wandelbar. Sie können zu neuen Kompositionen zusammengesetzt werden und ein vielfältiges Aussehen annehmen. Diese Formsprache unterstützt die Kernaussage der Animation: Identitätsmerkmale sind objektiv vergleichbar und ähneln sich. Subjektiv formen sie sich jedoch zu etwas zusammen, das unsere Wahrnehmung verzerrt.

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Nebeneinander aufgereihte Bildausschnitte aus verschiedenen Zeitpunkten der Animation
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Wirkung

Das Video wird von der TU Berlin seither fest in interne Trainings und Workshops zum Thema Unconscious Bias integriert – als wissenschaftlich fundierter Einstieg – fest verankert im Gleichstellungsprogramm der Hochschule. Die Hochschule teilte es auf LinkedIn mit eigenem redaktionellen Kommentar und positionierte es als Beitrag zur Chancengleichheit an der TU Berlin.

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